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Das Facebook-Pixel bekommt ein Update!

Kurz: Das Facebook-Pixel ist ein Codeschnipsel, welcher auf der eigenen Website eingebunden wird. Mit Hilfe des Pixels kann die Effektivität von Facebook-Werbeanzeigen gemessen, optimiert und noch präziser auf die Zielgruppe ausgerichtet (Stichwort: Conversion-Optimierung) werden. 

Facebook-Update: Was ist neu?

Ab dem 24. Oktober haben Werbetreibende die Wahl: Entweder Cookies vom Drittanbieter Facebook (sogenannte Third-Party Cookies) – bisherige Einbindung – bei der Installation des Facebook-Pixels zu verwenden oder bei der Integration eigene Cookies, sogenannte First-Party Cookies, zu setzen. Als Absender des Cookies ist es nicht mehr „Facebook“, sondern die „eigene“ Website.

Damit reagiert Facebook unter anderem auf die Ankündigung von Apple (WWDC 2017), die mit der Einführung der „Intelligent-Tracking-Preventation (ITP 2.0), das Tracking (Nachverfolgung) von Nutzern/Website-Besuchern im Safari-Browser deutlich erschweren wollen. Mit diesem Update werden Cookies von Drittanbietern, wie Facebook & Co., nicht wie bisher nach 30 Tagen gelöscht, sondern schon bereits nach 24 Stunden. 

Wie funktioniert das Facebook-Pixel?

Kommt ein Nutzer z.B. über eine Facebook-Werbeanzeige auf einen Online-Shop, wird der Nutzer über das Cookie „anonym“ erkannt. Wenn er aber nicht innerhalb von 24 Stunden einkauft, wird das gesetzte Cookie nun vom Browser gelöscht. Sollte er nach 24 Stunden den Shop erneut besuchen und führt dann eine Handlung (Conversion z.B. Kauf) durch, wird er von Drittanbieter-Tools wie Facebook und Google Analytics als „neuer“ Nutzer registriert. Das heißt im Klartext: Es kommt zu Fehlinterpretationen der vorliegenden Analyse-Daten, die an Facebook gesendet werden und den Werbetreibenden zur Verfügung gestellt werden. Daraus resultierende sinnvolle Maßnahmen abzuleiten ist kaum mehr möglich.

Was ist jetzt zu tun?

Facebook eröffnet ab dem 24. Oktober Werbetreibende die Möglichkeit, selbst zu bestimmen ob das Pixel-Cookie ein Third-Party Cookie bleibt oder zum First-Party Cookie werden soll. Mit dieser Änderung wird es den Werbetreibenden ermöglicht, weiterhin den Traffic auf der eigenen Seite genau zu analysieren und eine sinnvolle Customer Journey abbilden zu können. Sie können den Pixel, also wie gewohnt nutzen – First-Party Cookies sind von dieser Änderung nicht betroffen.

Wo kann ich die Änderungen vornehmen?

Wie und welcher Cookie gesetzt werden soll, können Sie selbst bestimmen: Gehen Sie dazu einfach in den Business Manager. Unter dem Menüpunkt „Event Manager“ können sie dann die nötigen Einstellungen vornehmen. Bei Bedarf unterstützen wir Sie natürlich bei der Konfiguration. 

Facebook hat dazu folgende Stellungnahme veröffentlicht:

„Ab dem 24. Oktober haben Unternehmen die Möglichkeit, eigene Cookies mit dem Facebook-Pixel zu verwenden. Diese Änderung entspricht den Updates anderer Online-Plattformen als Reaktion auf die Entwicklung, dass immer mehr Browser eigene Cookies für Anzeigen und die Webseiten-Analyse bevorzugen.

Unternehmen verwenden schon lange Cookies, um ihre Anzeigen an relevante Zielgruppen auszuliefern und die Besuche auf ihren Webseiten zu analysieren. Bisher hat Facebook sein Pixel – das mit Cookies von Drittanbietern funktioniert – für die Website-Analyse, das Anzeigen-Targeting und die Messung von Anzeigen verwendet. Diese neue Option ermöglicht es Werbetreibenden, Publishern und Entwicklern, weiterhin den Traffic auf ihren Websites genau zu analysieren.

Unternehmen können eigene Cookies aber ablehnen, indem sie ihre Pixeleinstellungen im Events Manager anpassen.

Die Anzeigenkontrollen in den Werbepräferenzen ändern sich nicht. Unsere Nutzungsbedingungen für Business Tools verlangen nach wie vor, dass Unternehmen verständlich offenlegen, wie sie Cookies verwenden und die Daten, die sie auf ihren Webseiten erfassen, an Dritte weiterleiten. Wir empfehlen Unternehmen daher, ihre Cookie-Hinweise zu prüfen. Weitere Informationen über dieses Update findest du im Hilfebereich.“

Denken Sie an den Datenschutz!

Natürlich darf der Datenschutz dabei nicht vernachlässigt werden: Es wird eine transparente Kommunikation auf der Website des Werbetreibenden verlangt, wie Cookies eingesetzt und die vorliegenden Daten verwendet werden. Prüfen Sie diesbezüglich Ihre Datenschutzbestimmungen.

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